Triest
ans Meer,  Südeuropa

Lauschiges Triest

Direkt von der Biennale in Venedig ging es diesmal nach Triest, diesmal auf Workation. James Joyce hat hier schon im Kaffeehaus rumgehangen, also hin da. Es gibt neben unzähligen alten Cafés wie das San Marco, in denen an Nachbartisch sogar Österreicher sitzen ;-), sogar einen kleinen Canele Grande. Für einen Campari Spritz gibt es dort diverse Plätzchen, etwas im Social Food. Vorsicht: die Möwen sind scharf auf die Chips!
Wie in jeder guten italienischen Stadt gibt es viele Kirchen, neben der katholischen mit Banking-Spendenterminal auch eine serbisch-orthodoxe sowie oben auf einem Hügel die sehr schöne romanische Kathedrale San Giusto Martire. Von der kleinen Bar Barakin vor der Kirche habt ihr einen schönen Ausblick aufs Meer.

Der Campari Spritz ist preiswert, jeder Kaffee ebenfalls, ideal für eine Workation. Tagsüber arbeiten wir also in unserer italienischen Ferienwohnung, morgen mit Kaffee auf dem Balkon und am Nachmittag geht es dann auf den Corso.

Direkt am Meer gibt es das Freibad Bagno Ausonia, erbaut in den 30ern, wo einfach alles stimmt: eine kleine Bar, kein Schnickschnack, es hat ab 8:30 Uhr auf und das Grafikdesign macht einfach nur Freude.
Früher gingen hier in der Nähe die Auswanderschiffe nach Palästina ab, heute liegt jeden Tag ein anderes Kreuzfahrtschiff an der Hafenpromenade direkt an der Altstadt.

Ein Stück weiter westlich könnt ihr mit dem Boot von Delfino Verde einen Ausflug zum entzückenden Schlösschen Miramare machen. Ein Habsburger Prinz namens Maximilian hat sich hier im 19 Jh. einen Park nach allen Regeln der Gartenkunst und Romantik anlegen lassen. Seine Schwägerin Sisi ( ja, die Sisi) war unzählige Male hier. Im kleinen Hafenbecken des Schlosses entdeckten wir dann eine Lungenqualle, man glaubt zunächst einen riesigen Lampenschirm aus Murano Glas schwimmen zu sehen. Unbeschreiblich schön lässt sich die Qualle durch das Wasser treiben, selbst alle Fische sind höchst interessiert. Nein, wir hatten davor auch noch nie über diese Quallenart gehört …

Was wir nebenbei gesehen haben: Seit 2022 liegt die größte private Segeljacht A, designt von Philippe Starck (was sie leider nicht schöner macht) festgesetzt vom Italien in der Bucht. Sie gehört einem russischen Oligarchen, was an sich ja richtig ist. Aber die absurd hohen Wartungskosten von wohl mehreren Millionen Euro pro Jahr, die der italienische Staat aufbringen muss, lassen die Entscheidung fraglich werden.

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