in den Süden,  in die Berge

In den albanischen Bergen

Eigentlich besteht das ganze Land gefühlt aus Bergen, auch im südlichen Teil gibt es steile Passstraßen. Ganz im Norden locken jedoch die Peaks of the Balkans. Das ist ein Trail, den mensch in zehn Tagen als Runde durch Albanien, Montenegro und Kosovo wandern kann. Hängt natürlich von der Kondition ab 😉

Ausgangspunkt in Albanien ist Shkodra, ein Städtchen nicht weit von der Grenze zu Montenegro. Ob ihr in Almas Hostel Mi casa es tu casa oder etwas stilvoller im Hotel Tradita absteigt, durch Shkodra zu streifen lohnt sich. Ein guter Stop ist das Marubi Museum zur Geschichte der albanischen Fotografie in einem sehr gelungenen Museumsbau. Und im Gjino Mjeda könnt ihr traditionelle Tischwäsche und dergleichen erstehen. Zum Essen empfehle ich das hoteleigene Restaurant, da der Innenhof wirklich sehr schön ist. Achtung: Ab 20 Uhr mit Musik 🙂 Aber auch das Peja (Fisi Restaurant) auf dem Bulevardi bietet gute Küche.

Wandern von Theth nach Valbona

Wer jetzt eher nur kurz wandern will, macht die Runde über die Bergdörfer Theth und Vallbona. Die Reihenfolge ist egal, beide Richtungen sind möglich. Mit einem Transfer von Thethi Guide (könnt ihr auch über die Unterkünfte reservieren) geht es mit dem Kleinbus hoch in die Berge über eine Passstraße nach Theth. Dort übernachten die meisten für ein oder zwei Nächte, bevor sie die ca. sechsstündige Wanderung nach Valbona antreten. In Theth selbst gibt es einen alten Blutrache-Wehrturm, ein kleines Ethnographisches Museum und eine Kirche, die vor 15 Jahren wieder errichtet wurde, nachdem die ursprüngliche 1967 durch den Diktator Honxha veranlasst, abgerissen wurde. Auch eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall mit Bademöglichkeit lockt.

In Theth gibt es unzählige Gasthäuser, die auch Abendessen anbieten. Diese fand ich im südlichen Teil schön: Guesthouse Pashko (booking.com), Guesthouse Shpella mit ganztägiger Küche und das Marashi (booking.com). Zelten geht natürlich auch, einige Gasthäuser bieten es zusätzlich an…. einfach schauen, wo andere Zelte stehen.
Beim Blutrache-Wehrturm am Südende des Dorfes liegt das kleine vom einem netten Paar betriebene Café Kulla e Ngujimit und gegenüber in der Bar direkt über dem Fluss gießt der Wirt sehr großzügig äußerst guten Raki ein. Also lieber erst nach dem Wandern einkehren.

Mir selbst war es zu heiss für eine Tageswanderung auf 1800 m Höhe. Ich habe allerdings Leute mit Kleinkind getroffen, die es gemacht haben. Sie kamen aber aus dem Oman, evt. können sie besser mit Hitze umgehen 😉

Auf dem Komani See

In Vallbona angekommen, muss mensch sich dann wieder für eines der Gasthäuser entscheiden, hier fallen mir das Guesthouse Natyra und das Guesthouse Skender Selimaj (booking.com) ein. Zurück geht es mit einem Kleinbus zum Komanisee. In Fierze wartet ihr im Café des Komani Lake Hostels auf die Fähre und fahrt dann ca. 3 h durch den wunderschönen Fjordsee. Die kleine Fähre wird vollgepackt bis zum letzten Motorrrad und nicht wundern, wenn sie im Nirgendwo hält. Es steigen Einheimische an Stellen ab, wo mensch weit und breit kein Haus sieht.

Auf einem Abschnitt schwimmt allerdings Müll (meint alte Plastikflaschen). Es bleibt mir ein ewiges Rätsel, warum Menschen nicht begreifen, dass Plastik nicht von allein verschwindet. Wenn es doch so offensichtlich ist.
Die letzten zwei Stunden geht es dann mit einem weiteren Kleinbus über teils Pistenstrassen zurück nach Shkodra. Über Thethi Guide oder KomaniLakeFerry könnt ihr übrigens auch Tourenpakete buchen.

Tja, was ist das Fazit aus Albanien?