ans Meer,  in den Süden,  in die Berge

Insel Serifos

Auf einer Grand Tour darf nach Venedig und Rom natürlich auch Griechenland nicht fehlen. Nach einer umweltfreundlichen Anreise per Segelboot von den Liparischen Inseln ging es dann per Überlandbus und Fähre nach Serifos. Und da es dort das Ende der Saison war, bin ich einfach länger geblieben und habe auf das Inselhopping verzichtet. Hatte ich ja auch grad in Sizilien gemacht.

Keine Ahnung, wie es im Sommer ist, jetzt war es einfach nur total entspannt. Nach ein paar Tagen kannte ich gefühlt jeden Menschen und jede Katze, die sich hier von der Anzahl die Waage halten. Die Insel ist nicht sehr groß, dafür aber sehr bergig. Am Hafenort Livadi könnt ihr gut unterkommen, etwa direkt am Strand im kleinen netten Hotel Vassilia on the Beach oder in den sehr liebevollen eingerichteten Nefeli Apartments. Etwas stilvoller wären Pende Suites. Und direkt an einer kleinen Bucht südlich vom Hafen liegt der süße Campingplatz Corelli. Der Strand hat Schatten durch Olivenbäume, also bitte….. besser geht es nicht.

Es gibt natürlich noch die anderen kleinen Buchten auf der Insel, wo ihr dann mit einem Motorroller hinkommt: weiter westlich Paralia Ganema und Vagia sowie weiter östlich Paralia Ammos und Agios Sostis. Dafür am besten in Livadi einen buchen oder beim liebenswerten Besitzer von Kartsonakis ein preisgünstiges Auto. Ein Freund warnte mich vor den bergigen Straßen ohne Leitplanke, aber seit Albanien kann mich eigentlich nichts mehr schocken.
Ich habe irgendwann aufgehört die Kirchen auf der Insel zu zählen, also es gibt wirklich ausreichend. Auch ein Kloster fehlt nicht – Moni Taxiahorn. Und mitten auf der Insel findet sich noch ein Weingut. Also alles beisammen.

Das Dorf auf dem Berg

Und dann Chora…. hier fühlt mensch sich dem Himmel sofort ein Stück näher. Als ich jetzt durch das Örtchen streifte, traf ich genau eine Oma und eine Katze, es hatte schon etwas weltentrücktes. Aber die kleinen Restaurants, die Gassen, die Kirche ganz oben mit der langen Treppe, die drei Windmühlen – mehr Postkartenidylle geht nicht. Und ich kann jetzt gut einen Freund verstehen, der hier jährlich die Inseln im Herbst abklappert.

Hungrig geworden? Am Hafen gibt es diverse Einkehrmöglichkeiten, etwa direkt am Fähranleger in der Taverna Marina, an der Hafenpromenade im bodenständigen Sfina oder weiter östlich am Strand im To Fayipoti. Wer einfach nur einen Kaffee trinken will, dem sei das Captain‘s Serifos und der Yacht Club Serifos mit kleiner Terrasse empfohlen. Beim südlichen Hausstrand könnt ihr auch quasi direkt am Strand gut essen im Alexandros Resort. An der kleinen Ammos Bucht locken zudem die Tavernen Stefanakos und Manolis.

Wer jetzt mit dem Flieger anreist: Vom Flughafen gibt es eine Metroverbindung bis nach Piräus (einmal umsteigen) und dort könnt ihr zu Fuß die Fähren erreichen. Die kleinen Hotels wie das Delfini sind eher Absteigen, aber die Mädels am Empfang sehr nett 🙂

Wie ist das eigentlich mit dem Reisen?