ans Meer,  in den Norden,  in die Berge

Alaska

Eines der besten Orte auf dieser Reise! Immer schon im Hinterkopf gehabt, relativ dann spontan entschieden …. and here we are! Am meinem ersten Morgen stand ich im Garten meiner Gastfamilie am Stadtrand von Anchorage, um die Fütterung der Babyziegen mit anzuschauen. Bevor ich meinen ersten Kaffee hatte, lief bereits eine Elchmama mit ihrem Baby vorbei. Und da die Hunde bellten und sie etwas panisch wurde, kam ihr zweites Baby nicht so schnell hinterher. Ich hoffe, sie hat es wieder gefunden. So viel zum Thema Tiere in Alaska. Ich war zwar nicht lange dort, habe aber noch Wale, Seehunde, Weisskopfadler, Otter und die lustigen Puffins gesehen.

Es gibt hier einige Nationalparks wie den Denali und viele Gletscher zu bestaunen. Nicht ganz so weit von der Hauptstadt liegt im Süden Seward, auch ohne Auto erreichbar mit Alaskatravel oder den legendären blau-gelben Zügen der Alaska Railroad. Der Ort bietet die Infrastruktur für alle erdenklichen Outdooraktivitäten. Ihr könnt hiken, Hundeschlitten fahren, auf Fischfang gehen, etwa mit J-Dock oder wie ich mit dem Boot zum Gletscher Aialik im Kenai Nationalpark fahren um zu kajaken (Gibt es das Wort eigentlich? Sonst habe ich es grad erfunden). Gute Touren bieten Liquid Adventures und Sunny Cove inklusive toughen Kajak-Mädels. Diese lokalen Touren sind immer in kleinen Gruppen und ihr erfahrt sehr viel über die Landschaft, ähnlich wie meine Gletschertour in Patagonien.

Und wenn mensch abends wieder im Ort ist? Es gibt ja überall lokale Brauereien, so auch die Seward Brewery oder ihr geht etwas stilvoller Essen im Ray‘s Waterfront und probiert Austern oder King Crab – im Osten früher als Kamtschatka-Krabbe bekannt. Tagsüber war ich gern im Resurrect Art, ein Café in einer ehemaligen Kirche mit gutem Kaffee und Kuchen sowie Galerie. Oder ihr sitzt mit Blick aufs Wasser in Zudy’s Café. Und Frühstück mit Eggs Benedict geht im Smoke Shack. Wer noch Geld für Dinge ausgeben will, ist im Forest, Tides and Treasures gut aufgehoben. Wie überall gibt es auch in Alaska gute lokale Produkte, etwa von den Salmon Sisters, die tollen Shirts von Octopus Ink oder eben Treberbröt von Bakingthyme. Jo, der Name soll deutsch klingen 😉 Die Leute in Alaska schaffen es übrigens zum restlichen Land richtig gutes Brot zu backen, sie benutzen nämlich einfach Sauerteig. Heißt hier sourdough und wird überall auch als Starterkit verkauft. Und dazu dann Birkensirup……Tja, und dann fühlt sich Alaska auch noch so an wie Amsterdam, es ist nämlich eines der 17 Bundesstaaten, in denen Cannabis völlig legal ist und ihr halt einfach fertige Joints im Laden kaufen könnt, etwa im Tufted Puffin 🙂

Und wo nun unterkommen? Wer rechtzeitig einen Campervan gemietet hat, kann direkt in Seward auf diversen Plätzen quasi direkt am Ufer stehen, weiter südlich gibt es den schönen Platz Millers Landing, auch für Zelter. Sie haben auch Hütten und vermieten Kajaks. Ein Stück weiter gibt es noch mehr Häuser direkt am Wasser, einfach mal auf Google Maps schauen. Direkt in Seward ist das Moby Dick Hostel zu empfehlen. Die Saison ist kurz, ihr solltet also vorbuchen. Dafür habt ihr dann aber unendliche Sonnentage auf dem 60. Breitengrad.
Klassiker zum Lesen (oder schauen) ist natürlich „Into the Wild“ von John Krakauer …….oder John Muirs „Travel in Alaska“ von 1879.

Und wie war das jetzt nochmal mit dem Verkauf des Landes durch die Russen?

3 Fotos sind vom guy from Minnesota:-)