ans Meer,  in den Westen,  in Städte

San Francisco

An sich stehen die Großstädte nicht auf meiner Reiseroute. Aber wenn man bei einer Freundin eines Freundes wohnen kann und mir ihr dann durch die Stadt streift, ist das natürlich etwas anderes 🙂
Wir sind dann mit der Straßenbahn – dachte kurz, bin ich in Prag? – erstmal zum Ocean Beach gefahren. An den Windmühlen vorbei könnt ihr am Strand oder direkt auf dem Upper Great Highway rumlaufen, es gibt feste Absperrungen für die Autos und es ist inzwischen auch genug Sand auf die Straße geweht. Wer danach Hunger hat, kann ins Sea Breeze einkehren. Die Stadt ist ja was für Sportliche mit ihren vielen Hügeln; Elektrofahrräder sollten hier weggehen wie geschnitten Brot. In Castro gibt es überall nette Cafés wie die Le Marais Bakery und auch einen supertollen Wollladen. Und auf Mission Street sieht es aus wie in Südamerika inklusive Musik. Hier soll es auch gutes mexikanisches Essen geben.

Vom Dolorespark gleich um die Ecke habt ihr einen schönen Blick auf Downtown. Oder ihr fahrt ganz nach oben zum Twin Peaks Park und könnt dann über die ganze Stadt sehen, solange nicht grad mal wieder alles etwas diesig ist. Hier oben liegt das riesige Pink Triangle, welches man von weit sehen kann. Jeden Juni ist es zudem nachts erleuchtet. Es erinnert an die Kennzeichnung von Homosexuellen in den KZs der Nazis.

Zum Sunset dann vielleicht am North Beach mit Blick auf die Golden Gate entlang schlendern. Wir waren allerdings nur kurz dort, es war einfach zu windig 😉 Wer es sportlicher mag, kann auch mit dem Fahrrad über die Brücke fahren. So, und dann entweder zum touristischen Hotspot Fishermen’s Wharf und dort ins Capurro‘s oder direkt am Kai ins Scomas. Oder ihr lauft nicht so weit und probiert im Showdown Garlic fries mit Livemusik. Wer es etwas stilvoller will, geht über die Straße rüber ins Caffe Trieste.

Let’s have fun

In Downtown gibt es auf dem Dach des zukünftigen neuen Stadtbahnhofes bereits einen kleinen Park, gesponsert von einer Firma, die sich nicht zu blöd war, diesen dann auch nach ihr benennen zu lassen. Und hier mein Tipp für Freunde des Missgeschickes anderer: Einfach auf eine Bank setzen und Leute beobachten, die auf einem Weg direkt über der Busspur des unteren Stockwerkes spazieren. Sobald ein Bus unten durchfährt, geht oben die durchlaufende bus fontain des Künstlers Ned Kahn im Fahrtempo des jeweiligen Busses an. Zitat: „There is no program. The buses are the choreographers of the artwork.“
Tja blöd, wer dann unwissend dort gerade lang latscht. Ich hoffe inständig, es werden keine Warnschilder aufgestellt.


Und was ging mir noch so durch den Kopf?