ans Meer,  in den Osten,  in den Süden

Auf der Elefanteninsel Koh Chang

Weit im Süden von Thailand liegt die Insel Koh Chang. Wären die Landgrenzen wegen Covid nicht gerade zu, könntet ihr direkt weiter nach Kambodscha fahren. Ein Großteil der Insel, insbesondere der Tropenwald, ist ein Naturschutzgebiet. Und da die Elefanteninsel ähnlich wie die Schildkröteninsel Koh Tao nur per Fähre erreichbar ist, findet hier kein Massentourismus statt. Dafür ist sie sehr bergig und die Straßen dementsprechend kurvig.

Mich hat es zur Lagune gezogen. Hier trifft Thailand Venedig oder die Mecklenburger Seenplatte, ganz nach jeweiliger Phantasie. Und einmal angekommen im Watercolours, wo Kajaks, SUPs und Hundestreicheln im Zimmerpreis mit drin sind, möchte mensch nie wieder weg. Yogastunden könnt ihr auch noch buchen, bei einem verdammt gut aussehenden Lehrer versteht sich. Während der Springflut bei Neumond ist es dann tatsächlich so wie Acqua Alta in Venezia. Auf der Terrasse schwimmen dann die Kanus.
Das benachbarte Baan Rim Nam wird wohl nach der Renovierung im Frühjahr 2022 wieder aufmachen.

Wenn ihr ein Stück landeinwärts paddelt, könnt ihr Elefanten treffen, die grad am Ufer einen Mittagssnack nehmen (und hoffentlich erst später baden). Oder mit dem Boot zu einem der direkt am Wasser liegenden Fischrestaurants fahren und lässig anlegen wie in Venedig … oder halt in Wesenberg, etwa am Phu Talay oder am Koh Chang Seafood. Dort gibt abends immer eine Feuershow. Macht sich gut auch an Weihnachten; wir fanden es toll!
Wer auf Sonnenuntergänge steht, muss sich spätestens abends halb sechs auf den Weg machen, um im kleinen Strandlokal Rimlay Seafood dann verzückt mit einem Glas Weißwein(!) aufs Meer zu starren.

Im Süden der Insel gibt es das riesige Bang Bao Pier, eher ein Dorf auf Stelzen als ein Anleger. Dort sind diverse kleine Hostels wie das Bangbao Paradise und Restaurants wie das Chowlay Seafoods. Es gibt Austern, also hin da. Und daneben bieten die Bubble Divers Tauch- und Schnorcheltouren an, zum Beispiel zum Wrack eines ehemaligen us-amerikanischen Panzerlandungsbootes (Baujahr 1944). Dieses wurde dort vor einigen Jahren als künstliches Riff versenkt.
Ihr könnt über die Tauchagentur auch Tauchgänge zur Korallenbeobachtung buchen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit CoralWatch, um Riffe zu kartieren und auf Veränderungen zu überprüfen.

Wer also länger dort bleiben will, ist ein paar hundert Meter weiter im Indie Beach gut aufgehoben. Noi ist eine tolle Managerin, ihre Bungalows sehr schön und das Essen im eigenen Strandrestaurant sehr gut. Die Drinks übrigens auch!

Wer länger im Land bleiben will, muss ins Immigration Office….. dort scheinen sie Kafka zu lieben.