in den Süden,  in die Berge

Bregenzer Wald

Hier im Voralberg hat der Holzbau eine lange Tradition, so dass neben den alten wunderschönen Bauernhäusern mit Holzschindeln überall neue moderne Holzhäuser zu finden sind; und zwar nicht nur Wohnhäuser, sondern auch die Bauten für Feuerwehr, Polizei, Autohaus oder Gemeindeamt.

Mitten im Bregenzer Wald könnt ihr im Werkraum mehr über die Verbindung von Handwerk, Kultur und Nachhaltigkeit erfahren; es gibt Ausstellungen und viele Infos zu der Architektur in den einzelnen Orten. Das ist das Schöne hier: Handwerk zum Anschauen und Anfassen. Ausgerüstet mit einem kleinen Folder im Hosentaschenformat sind wir losgezogen, die einzelnen Dörfer auf Umgangswegen zu erkunden. Ob diverse Bushäuschen eines internationalen Architekturwettbewerbes, private Wohnhäuser, Hotels, Schulen, Gemeindebauten oder Museen …..alles ist dabei und alles aus bzw. mit Holz gebaut.

Ein Gebäude in Hittisau beherbergt etwa die örtliche Feuerwehr und ein Frauenmuseum, cooler Bau und interessante Kombination ;-)). Natürlich war auch die Ferienwohnung, die wir uns gegönnt haben, komplett aus Holz. Nach so viel Berührung mit diesem Material geht kalter Beton irgendwie gar nicht mehr, aber diese Erkenntnis war mir auch irgendwie nicht neu 🙂

Wer so richtig stilvoll unterkommen will (wenn die Hotels wieder offen sind wie im Oktober), kann in die Hotels Zur Post und das Schiff einchecken. Camping ist natürlich auch möglich, auf einigen Plätzen das ganze Jahr über. Gutes Essen gibt es an jeder Ecke, etwa im Käsehaus in Andelsbuch (es gibt hier nicht nur Käse, sondern alle regionalen Produkte bis zum Schaffell); wer auf Schlachtefeste steht, sollte in den Gasthof Adler in Doren einkehren. Ach ja, an gefühlt jeder Ecke steht übrigens ein Käseautomat. Ein netter Hofladen für Käse ist in ebenfalls in Doren, und zwar von der Alma Bergsennerei. Und wer immer noch nicht genug hat, kann hier eine ganze Käsestrasse abfahren oder abradeln.

Der Bregenzer Wald ist für seinen guten öffentlichen Nahverkehr bekannt, zudem könnt ihr natürlich mit der Gästekarte die Bergbahnen nutzen. Und was uns noch aufgefallen ist: Die Leute hier wirkten extrem entspannt und freundlich….aber das ist an viele Orten außerhalb Berlins ja so 🙂 Die vielen Kühe, die hier mitten in den Dörfern noch Weiden haben, übrigens auch.

Und wer kalte Füße bekommt: Bei dem Familienunternehmen Devich in Hittisau gibt es alle möglichen Schuhe aus Holz mit Kuhfell. Nun ja, auch Kühe leben nicht ewig.

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