in den Süden

Pamukkale

In Berlin gab es mal einen Pamukkale Brunnen, gedacht für die türkischen Bewohner als Reminiszenz an ihre ursprüngliche Heimat. Inzwischen ist er aber wieder abgerissen und ich habe ihn nie in echt gesehen. So kam ich auf die Idee, mir das tatsächliche Naturwunder einmal vor Ort anzuschauen. Mit dem Nachtbus von Istanbul und dann noch eine Minibusfahrt…..und schon seid ihr in Pamukkale.

Wer die Massen an Tagesbesuchern vermeiden will, übernachtet hier im Dorf – zum Beispiel bei Murat in seinem Ozenturku Hostel. Geweckt werdet ihr bei Sonnenaufgang natürlich vom Muezzin bzw. von seinem Tonband. Um die Ecke vom Hostel liegt auch gleich das Restaurant White House von Murat, mehr braucht es nicht zum Glück. Auch wenn ihr frühmorgens im Ort ankommt, ist es kein Problem das Zimmer zu beziehen.

Pamukkale selbst ist ein Schauspiel von besonderer Art. Über verschiedene Kalkterrassen läuft Thermalwasser und ergießt sich auf weitere weiße Kalkflächen. Es sieht irre glatt aus, aber ihr könnt barfuß wirklich unbesorgt laufen. Das Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesättigt und fällt dann als Travertin (Kalkstein) aus, so die chemische Erklärung. Und der Schlamm in den Becken soll natürlich gegen alles helfen.

Früh morgens oder abends habt ihr dann das Areal mehr oder weniger für euch. Tagsüber können die Instagrammer und co. schon mal sehr nerven. Und vom Publikum ist ebenfalls alles dabei; von Frauen im Bikini bis verschleiert, Einheimische und Touristen….. und alle fotografieren sich ständig selbst ;-))

Beeindruckend sind die Terrassen auf jeden Fall. Und abends fängt alles an zu leuchten.
Oberhalb liegt dann auch noch eine ganze Ausgrabungsstätte inklusive Amphitheater – das antike Hierapolis. Bekannt ist dieser archäologische Ort vor allem wegen seiner Nekropole.

Und die Leute hier sind sehr entspannt, also auf in die Türkei. Und wie immer gilt: nicht das Land mit der Regierung verwechseln!