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Wien

Auch hier hat der Jugendstil sich ausgelebt. Der Bezirk 1 steht natürlich nicht für das ganze Wien; die Stadt hat viel Einfluss vom Balkan. Wer nicht nur einfach so rumspazieren möchte, dem empfehle ich das Volkskundemuseum im leicht abgerockten Gartenpalais Schönborn. Die ständige Ausstellung mit traditionellen Artefakten österreichischer Kultur wurde ergänzt mit den Objekten und Zitaten verschiedener Flüchtlinge, die seit 2015 ins Land kamen. Dementsprechend heißt es nun „Die Küsten Österreichs“. Im Palais gibt es auch ein entzückendes Café Hildebrandt mit schöner verglaster Veranda.

Wien hat immer noch viele Spuren der vergangenen Jahrzehnte, alte Ladengeschäfte und Innenhöfe mit Eigenleben. Überblicken könnt ihr das alles von der Dachterrasse (mit Skybar) des Kaufhauses Steffl, gut essen geht im Restaurant Buxbaum im Heiligkreuzerhof oder in der Labstelle. Und wo trinkt man nun den Verlängerten? Sacher ist schön und gut, aber das Café Gerstner (einfach durchgehen und den Lift nehmen) als K.u.K. Hofzuckerbäcker sollte es dann schon sein, wenn man mal in Wien ist.

Am besten mal den Film „Basta. Rotwein oder totsein“ schauen, das macht Lust auf Wien. Eine Szene spielt übrigens auf dem Wiener Zentralfriedhof. Dieser ist riesig, hat Abschnitte für einzelne Konfessionen, am Tor IV befindet sich z.B. der jüdische.

Mehr zu jüdischen Spuren auf der Reise gibt es hier zu hören

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